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Home >> Informationen >> Safer Sex

Safer Sex

'Safer Sex' ist immer wieder ein Stichwort, welches im Zusammenhang mit dem Geschlechtsverkehr benutzt wird. Doch was verstehet man denn nun genau unter Safer Sex? Nun, man kann es mit folgendem Stichwort umschreiben: Vermeidung von ungewollter Schwangerschaft und Vermeidung von Krankheiten, wie z.B. der Immunschwächekrankheit AIDS. Du siehst also, dass Safer Sex nicht nur irgendein Schlagwort ist, sondern mit einer der wichtigsten Punkte, welche beim Liebesakt überlegt werden müssen!.

Mit diesen Seiten will ich Dir auf gar keinen Fall den Spaß am Sex verderben (was ich wahrscheinlich eh nicht schaffen werde), sondern Dein Bewusstsein für die Gefahren und Risiken schärfen, auf dass Du noch oft Spaß mit Deinem Partner haben kannst!

Wann besteht kein Risiko?
  • Umarmen und Schmusen (Kuscheln)
  • Küssen und Zungenküssen
  • Streicheln und Massieren
  • Sich gegenseitig mit der Hand befriedigen.
Wann besteht ein geringes Risiko?
  • Beim oralen Sex ("Blasen" oder "Schlecken") sollte man aufpassen, dass kein Sperma oder Menstruationsblut in den Mund kommt.
  • Bei vaginalem (Penis in Scheide) oder analem Geschlechtsverkehr (Penis in After) sollte man immer ein Präservativ (Kondom) benutzen. Bei analem Geschlechtsverkehr sogar solche, die besonders reißfest sind.
Wenn Safer Sex schwierig ist...

Obwohl eigentlich eine so einfache Sache, ist Safer Sex und der Gebrauch von Kondomen noch immer keine Selbstverständlichkeit.

AIDS-Prävention sollte mit jedem Sexualpartner (auch wenn man in einer festen Beziehung lebt) besprochen werden. Dieser Schritt braucht oft Mut, denn es fällt den meisten Menschen schwer, unangenehme Tatsachen bewusst wahrzunehmen. Deshalb handeln wir oft -obwohl wir die nötige Information haben - geradewegs so, als hätten wir sie nicht. In einer leidenschaftlichen sexuellen Situation kann das besonders häufig der Fall sein.

In einer "festen Beziehung" auf Safer Sex zu bestehen, wenn man meint, der Partner lehne dies ab, wird natürlich insofern zum Problem, als man damit zugibt, Untreue - die eigene oder die des Partners - für möglich zu halten. Doch abgesehen davon, dass schon viele, die den Mut hatten, diesen Schritt zu wagen, erstaunt merkten, dass ihr Partner keineswegs misstrauisch, sondern erleichtert reagierte, sollte sich jeder, der unsicher ist, ob er seinen Anspruch dem Partner oder der Partnerin gegenüber behaupten kann, sagen: Es braucht gar keine komplizierten Erklärungen für das Richtige und Vernünftige!


Die richtige Anwendung von Kondomen
  • Keine alten Kondome verwenden. Beachte das Ablaufdatum!
  • Das Kondom vorsichtig aus der Packung nehmen, damit man es nicht zerreißt (z.B. durch lange Fingernägel).
  • Kondome sind aufgerollt verpackt; sie lassen sich aber, wenn man sie aus der Packung nimmt, ganz leicht in nur eine Richtung abrollen.
  • Das Kondom erst überziehen, wenn der Penis steif ist.
  • Das Kondom vor dem ersten Eindringen überziehen.
  • Die Vorhaut zurückschieben und das Kondom vorsichtig abrollen. Die kleinen Falten, die beim Abrollen entstehen, mit der Hand glattstreichen.
  • Das Reservoir, das sich an der Spitze des Kondoms befindet, sollte dabei zusammengedrückt werden, damit keine Luftblasen entstehen (hat das Kondom kein Reservoir, so sollte man es ebenfalls ca.1 cm breit an der Spitze zusammendrücken). So wird die Samenflüssigkeit in dem Reservoir gesammelt und kann nicht, am Glied entlang, nach außen rinnen. Außerdem vermindert es auch das Risiko, dass das Kondom reißt.
  • Den Penis nach dem Samenerguss - aber noch vor dem Erschlaffen - aus der Scheide bzw. dem After ziehen. Das Kondom dabei festhalten.
  • Bei nochmaligem Eindringen ein neues Kondom verwenden.
  • Kondome sollten auch "fachgerecht" entsorgt werden: nicht in die Toilette, sondern mit der Verpackungsfolie in den Mülleimer werfen!

Zur Verwendung von Kondomen

Kondome (Präservative, Pariser, Gummis, "Ollas" etc.) schützen vor ungewollter Schwangerschaft, vor sexuell übertragbaren Krankheiten (sogar vor bestimmten gynäkologischen Krebserkrankungen) und vor einer HIV-Infektion. Hundertprozentig sicheren Schutz können sie nicht bieten. Beachtet man die wesentlichen Punkte, bieten sie jedoch einen sehr hohen Schutz.

Testreihen zur Verlässlichkeit von Kondomen bei der Schwangerschaftsverhütung haben gezeigt, dass ihre Fehlerquote bei richtiger Verwendung nur bei 0,02 Prozent liegt (das heißt, bei 100 Paaren, die Kondome richtig und beständig verwenden, gibt es pro Jahr zwei ungewollte Schwangerschaften. Bei weniger sachgemäßer Verwendung liegt die Rate allerdings schon bei 15 ungewollten Schwangerschaften).

Die Antibabypille (orale Kontrazeptionsmethode) ist im Gegensatz dazu zwar das sicherste Verhütungsmittel, bietet aber keinen Schutz vor AIDS oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Wenn man vor beiden Risiken möglichst sicher geschützt sein will, kann man durchaus beide Mittel verwenden.

Kondome erhält man in Apotheken, Drogerien und Supermärkten.

Man sollte unbedingt das Ablaufdatum beachten und auch darauf achten, dass sie bei der Lagerung nicht zu hohen Temperaturen ausgesetzt werden (z.B. Sonnenhitze). Kondome, die man bereits längere Zeit in der Hosentasche mit sich herumträgt, könnten schadhaft sein.

Kondome werden in Deutschland einer sehr strengen Prüfung unterzogen. Man braucht hinsichtlich der Qualität und Sicherheit keine Bedenken zu haben. Kondome dürfen nur einmal verwendet werden.

Die meisten Kondome sind mit einem Gleitmittel beschichtet. Wenn man sie noch feuchter haben möchte, kann man zusätzliche Gleitmittel verwenden. Dies ist besonders wichtig bei Analverkehr, um das Reißen des Kondoms zu vermeiden. Als Gleitmittel immer nur wasserlösliche Produkte nehmen (also spezielle Gleitcremes oder Gleitgels, die man in der Apotheke bekommt wie "Gleitgelen" oder "Hot Rubber" und auf keinen Fall Fettcreme, wie Baby-ÖI oder Vaseline). Fetthältige Produkte können das Kondom beschädigen und es für das HI-Virus oder Erreger von anderen sexuell übertragbaren Krankheiten durchlässig machen.

Gleitmittel können auch Spermizide enthalten (z.B. die chemische Substanz Nonoxynol-9), die gegen HIV wirksam sind. Das heißt jedoch nicht, dass solche Spermizide (z.B. auch chemische Verhütungsmittel wie Scheidenzäpfchen oder Cremes) ohne Kondom ausreichenden Schutz gegen eine HIV Infektion bieten.

Kondome sind bei vielen Menschen aus verschiedensten Gründen (Angst vor Impotenz, Ekel, Unsicherheit) immer noch sehr unbeliebt. So ist es manchen Männern peinlich, Kondome zu verwenden, und manchen Frauen fällt es schwer, den Partner nach einem Kondom zu Fragen oder selbst initiativ zu werden. Solche Hemmungen lassen sich vielleicht eher überwinden, wenn man sich sagt, dass es einfach unsere Pflicht ist, Verantwortung für uns selbst und den Partner oder die Partnerin zu übernehmen.


Texte und Informationen sind von Liberty Life übernommen und nur in Kleinigkeiten vom Österreichischen ins Deutsche 'übersetzt' worden. Für mehr Infos zum Thema 'Safer Sex' oder AIDS lohnt sich sicherlich ein Besuch!